Neuerscheinung 

New Release

Erhabenheit scheint ein angestaubtes ästhetisches Konzept zu sein. Doch Musik und Klangkunst konfrontieren uns seit dem 20. Jahrhundert mit Werken, in denen Stille und lange Dauern selbst zu überwältigenden Akteuren werden...


Sublimity seems to be an outdated aesthetic concept. But since the 20th century, contemporary music and sound art composers work with long durations of sound or  silence in a way that tends to overwhelm visitors. In my dissertation I show how in these new compositions and performances time and silence become the main protagonists.

Leseprobe/Extract (German) transcript-Verlag

In meiner Dissertation "Die Kunst der Dauer. Transformative Erhabenheit in der zeitgenössischen Musik", die im Oktober 2022 im transcript-Verlag erschienen ist, entwickle ich aus der Akteur-Netzwerk-Theorie und dem kritischen Posthumanismus das Konzept der transformativen Erhabenheit. Darin überlässt sich der Mensch nicht einer metaphysischen Ewigkeit, sondern wird Teil eines lebendigen ästhetischen Netzwerks. Neben Werkanalysen dienen auch erstmalig veröffentlichte Interviews mit Mitgliedern der Komponistengruppe wandelweiser der empirischen Fundierung dieser neuen Entwicklung in der zeitgenössischen Musik. In ausführlichen Gesprächen äußern sich die KomponistInnen Antoine Beuger, Jürg Frey, Eva-Maria Houben und Marcus Kaiser zu ihrer Produktionsästhetik.